
Der amerikanische Wissenschaftler und Professor Kenneth Saul Rogoff hat die Finanzkrisen geschichtlich untersucht und kam unter anderem zu der Erkenntnis, dass Griechenland seit seiner Unabhängigkeit in 1829 in der Hälfte der Jahre seine Schulden nicht bezahlt hat.
Super, jetzt zahlen wir die dann. Verbürgt. Ich muss nach dem Lesen dieses Artikels und des bereits weiter oben zitierten FAZ Artikels meine ursprünglich geäußerte Meinung, Griechenland müsse Hilfe von den anderen EU-Staaten bekommen, zumindest in Frage stellen. Aber wenn das Adenauer durfte, darf ich das zweimal. Mindestens
Rogoff war übrigens Anfang des Jahrtausends Mitarbeiter von Herr Bundespräsident Köhler, als dieser noch Chef beim IWF war Er ist Professor in der Eliteuniversität Harvard und hat mit seinem Buch über die teuersten Worte der Krisen “This time is different” international Anerkennung gewonnen.
Kurz vor der Lehmann Pleite 2008 sagte er die voraus. Und auch die folgenden Staatskrisen hat er als sehr wahrscheinlich eingestuft. Prognosen macht er nicht.
Das verbindende Element aller Krisen, so Rogoff, sind enorme Schuldenberge. Zuerst verschuldet sich ein Land zu hoch (Banken, Industrie oder privaten Haushalte). Dann können Schulden nicht bedient werden. Es besteht Rezessionsgefahr und der Staat versucht, die Krise einzudämmen, indem er weitere Schulden übernimmt. Das ist aber bereits der Keim der nächsten Krise, weil die Schulden das Wachstum der nächsten Jahre hemmen. Voilà, da sind wir!
Aber ein tröstendes Wort hat auch Herr Rogoff bereit: “Die Staatschulden Probleme sind keine neue Krise. Im Gegenteil. Sie sind das Ende der alten”
Vielleicht sollte ich doch mal nach Griechenland fahren und nachsehen, wie man da so lebt. Soll ja recht schön sein…..
Diese und weitere Informationen habe ich in DIESEM interessanten Artikel der FAZ gefunden.
