Dieses Video hat mich echt postitiv getroffen und gefreut. Wie man mit ganz einfachen Mitteln die Lebensqualität von Menschen verbessern kann. Ganz nebenbei umweltschonend, energiesparend, unter Wiederverwendung von Plastikmüll und Arbeitsplätze schaffend.
Eduard Lüning, früherer Sozialarbeiter, dann nach der Trennung von seiner Frau abgestürzt, hat sich wieder aufgerappelt. Und er hat eine Menge Geld gemacht mit Sachen, die wir einfach wegschmeissen. Mit Dosen.
Nach einiger Zeit hat er seinen Job systematisiert. Er sammelt nicht einfach in Städten oder am Bahnhof. Nein, er geht auf Festivals, auf die Love Parade, Rock am Ring usw. Dorthin, wo eine Menge Dosen und Flaschen* rumliegen.
Und er arbeitet antizyklisch. Steht auch schon einmal morgens um halb fünf auf und sammelt den Müll, der da hinterlassen wurde. So hat er in einem Spitzenmonat auch schon 13.000,– EUR Pfandgeld engenommen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Dreizehntausend Euro.
So hat er sich in einem Monat ein altes Wohnmobil verdient, das er jetzt für seine weiteren Touren nutzt.
Jetzt hat er auch ein Buch über seine Geschichte geschrieben. Naja, ob das so clever ist, weiss ich auch nicht. Aber die Tatsache, dass sich Herr Lüning aufgerappelt hat, diese “niedere” Arbeit systematisiert und sich damit eine gute Lebensgrundlage geschaffen hat, lässt mich meinen Hut vor ihm ziehen.
Da könnte sich manch einer (körperlich Gesunder, aber im Kopf Kranker), der einfach nur jammert, der Staat solle doch für ihn sorgen, eine Scheibe abschneiden.
Viele Grüße
Stefan Picard
* mit “Flaschen” sind hier maschinell hergestellte Getränkebehältnisse aus Glas gemeint
Unser Innenminister Friedrich hat einen, aus meiner Sicht sehr löblichen Vorstoß gemacht. Blogger sollen nicht mehr anonym im Internet posten. Sinngemäß argumentiert er, dass man in der analogen Welt auch sein Gesicht, respektive seinen Namen zeigen müssen, wenn man irgendwo etwas von sich gibt. Selbst auf Flugblättern muss ein Verantwortlicher bezeichnet sein.
Und bei Demos gibt es richtigerweise Vermummungsverbot. Und das ist gut so!
Vermummung und Anonymität senkt grundsätzlich die Hemmschwelle. Das (unpersönliche) Internet senkt sie noch mehr. Was dabei herauskommt, ist ein großer Haufen Verbalmüll, anonymes Mobbing, Verleumdungen etc. Mit einem Pseudonym kann jeder irgendeinen Mist in die Welt setzen - auch über Sie!
Die andere Seite der Medaille: ohne anonyme Posts wären viele Demonstrationen in Ägypten etc. nicht zustande gekommen. Die Demokratiebewegung wäre ein paar Schritte zurück.
Weitere Plätze, wo Anonymität bzw. Pseudonyme akzeptiert werden sollten: Partnerportale. Wer will denn gleich identifiziert werden und sich (z. Bsp. als schöne Frau) Stalker vor der Haustüre einhandeln? Auch bei bestimmten sozialen Netzwerken wie Facebook, myspace, twitter ist das sicher verzichtbar. Allerdings nicht im Backend, dort wo die Betreiber bis zu einem gewissen Grad einen Identitätscheck inklusive Adresse machen müssten. Damit könnte Anonymität gewahrt, aber eine gewisse Verantwortlichkeit für eigene Beiträge postuliert werden.
Bei Netwerken wie XING, BizzLounge, LinkedIN usw., wo es um Business oder weniger intime Lebensbereiche geht, halte ich zumindest die Nennung des Namens für unverzichtbar.
Auch ein Blogger sollte als Person identifizierbar sein. Das gestern gehörte Argument, dass er sich sonst z. Bsp. als Homosexueller outen würde - mit entsprechenden Nachteilen- sehe ich so nicht. Man kann seine Meinung auch so formulieren, dass man sich nicht gleich outet. Zumindest in der zivilisierten Welt.
Ich würde begrüßen, wenn es hier eine entsprechende Initiative gäbe, das nicht nur Sommerlochtheater ist.
David Slater, ein Fotograf, hatte seine Fotoausrüstung bei einigen Makaken liegen lassen. Einer der Burschen schnappte sich die Kamera und machte dieses Selbstporträt.
Der Gründer des Startup Unternehmens “Pixable” hat in seinem Blog eine Darstellung des Werdegangs eines digitalen Fotos dargestellt. Wo landet das? natürlich bei Facebook.
Die Grafik ist teilweise echt amüsant. Sie fängt damit an, mit welcher Technik das Foto gemacht wird - und verkneift sich auch nicht einen Seitenhieb auf iPad-Fotografen (wie lächerlich sie beim fotografieren aussehen).
Natürlich wird auch das weitere “Leben” des Fotos nach der Veröffentlichung dargestellt. Das Taggen (Etikettieren), Untaggen, Reaktionen der “Freunde” und Gedanken in der Richtung “Lieber einen Freund verlieren, als einen guten Witz”.
Der Branchenverband BITKOM hat eine neue Studie herausgegeben, die sich mit den Online Informationsquellen der Deutschen befasst. Hier sind die wichtigsten Basisfacts:
49% der deutschen Webnutzer (ca. 25 Mio. Menschen) informieren sich über das Weltgeschehen auf den Webseiten der Radio- und Fernsehsender.
Dabei lesen rund 43% der älteren Leser ihre News vorwiegend bei den Webseiten der Zeitungen.
Rund 2/3 der jüngeren User bis 29 Jahren bevorzugt dagegen die Onlineangebote der Radio- und TV-Stationen
Und rund 1/3 der jüngeren User informiert sich bereits bevorzugt in den sozialen Netzwerken. Diese werden laut BITKOM immer wichtiger.
Mit diesen Worten beginnt dieser kleine Beitrag von Billy Conolly, der in Schottland so berühmt ist wie Whiskey. Und Whiskey ist dort ziemlich berühmt.
Punktgenau, treffsicher und komisch analysiert er “unsere” Nöte, Engpässe aus Sicht der Frauen und deren Anforderungen und Wünsche.
Zwei Minuten (in englischer Sprache) voller Erkenntnisse - nur für Sie, meine werten Geschlechtsgenossen
Selten habe ich ein leichtes, tieferes und trotzdem motivierendes Video gesehen. Eckart von Hirschhausen spricht über das “Pinguin Prinzip”.
Darüber, wie schnell man mit seinem Urteil daneben liegt, wenn man Menschen nur aufgrund einer Beobachtung einschätzt. Darüber, wie wichtig die Umgebung, damit das Können überhaupt zum Vorschein kommt. Darüber, dass es sinnvoller ist, Stärken zu stärken, als Schwächen zu kompensieren.
“Alles was von uns gefordert wird, ist uns zu kennen und zu kucken ob ich dafür in der guten Umgebung bin …….dann weiß ich wie sich das anfühlt, in meinem Element zu sein”
Wir alle sind irgendwo gut. Wenn Sie noch nicht dort sind, in Ihrem Element, watscheln Sie langsam los. Es ist Ihr Leben.
Und hier ist das Video, denn meine Worte sind nicht annähernd so gut gesetzt wie die von Herrn von Hirschhausen. Und seine Beispiele sind darüber hinaus noch amüsanter als mein Text hier
P.S. Im richtigen Element geht die Post richtig ab. Ein Pinguin, auf dem Land eher stark benachteiligt, ist im Wasser so effizient, daß er mit dem Energiegehalt von einem Liter Benzin ca. 2.000 km weit schwimmen kann.
Der Atomausstieg ist beschlossen. Vorerst steht fest, dass der letzte Meiler 2022 vom Netz geht. Wenn alles gut geht, erlebe ich das sogar noch. Was ich aber nicht erlebe - und auch keiner von Ihnen, das sind die Spätfolgen, das, was mit dem Atommüll passiert. Halten die Lagerstätten über Tausende von Jahren usw.
Die Grünen sind ja der Meinung, es könnte auch bis 2017 klappen mit dem Atomausstieg. Klasse wäre das. Ich nehme aber an, dass sie sich da wieder selbst auf den Füßen stehen werden, wenn es um neue Stromtrassen etc. geht. Frei nach dem St. Floriansprinzip: Heiliger St. Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ andere an. Die Boris Palmers und andere Wichtigtuer werden schon dafür sorgen, dass die selbstgesteckten Zeitziele ins Wanken kommen. Hoffentlich gibt es gute Lösungen, wie zum Beispiel die Nutzung des Stromnetzes der Bahn usw., die uns helfen, mit möglichst wenig Eingriffen in die Natur eine gute Stromversorgung zu etablieren.
Die Aktien der AKW-Betreiber sinken gerade. Das ist wahrscheinlich eine nur kurzfristige Reaktion. Von außen betrachtet: Die AKW Betreiber kennen das Geschäft, sie haben Leitungsnetze. Sie haben Lobby. Und sie wissen mehr über die neuen Technologien als wir Otto Normalverbraucher. Ach ja, und die Mittel haben sie auch.
Also, in deren Situation liegt es doch nahe, “einen auf Gysi zu machen” und meine “Partei” in die demokratische Linie, sprich regenerative Energieschiene zu bringen. Da wird es zwar sicher auch wieder Leute geben, die meckern. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass die besser wissen, wie man dem Volk das Stromgeld aus der Tasche zieht, weil sie eine etablierte Lobby haben. Ich traue diesen Firmen allerdings auch zu, diese Energiewende am schnellsten umzusetzen und am Schluss wieder am Hebel zu sitzen. Bürgerenergieparks usw. präferiere ich zwar eindeutig, aber ich glaube nicht, dass wir das flächendeckend hinkriegen.
Es wird spannend in mehrerer Hinsicht. Schauen wir mal